Eckdaten
| Marke | Sony (Bravia LCD-Fernseher) |
| Jahr | 2005 (Start in Großbritannien im November) |
| Agentur | Fallon London |
| Regie | Nicolai Fuglsig |
| Drehort | San Francisco, vier Drehtage |
| Bälle | 250.000, keine Computeranimation (laut Berichten) |
Worum geht es und wie entstand der Spot?
Hunderttausende bunte Gummibälle hüpfen eine Straße in San Francisco hinunter. Der Spot sollte die Farbtreue der Bravia-Fernseher zeigen. Laut Berichten wurden rund 250.000 Bälle eingesetzt, ohne Computeranimation. Ein großer Teil des Budgets floss in Kanonen, die die Bälle hoch in die Luft schossen, damit sie hüpfen statt rollen.
Gedreht wurde vier Tage lang. Die Crew brauchte vorab die Erlaubnis der Stadt und der Anwohner. Berichten zufolge gab es dabei zerbrochene Scheiben und Dellen an Autos.
In Großbritannien lief der Spot im November als zweieinhalbminütiger „Roadblock“ in der gesamten Werbepause vor dem Spiel Chelsea gegen Manchester United auf Sky Sports One.
Zahlen mit Vorsicht lesen
Als Produktionsbudget werden rund eine Million US-Dollar genannt. Fallons Fallstudie behauptet, dass Bravia in der Kampagnenzeit Platz 1 im LCD-Markt nach Menge und Wert erreichte. Das ist eine Angabe der Agentur. Zu Musik und Zahl der Kanonen weichen Quellen leicht ab.
Was Marken daraus mitnehmen (unsere Einordnung)
- Echte Handarbeit schlägt Effekt: Der Spot wirkt, weil das Spektakel wirklich passiert ist.
- Ein Produktversprechen (Farbe) wird zum Erlebnis, ohne Produkt-Erklärung.
- Ein Roadblock in einer Werbepause kann einen Spot zum Ereignis machen.
Eigenen Spot planen? Der Leitfaden zur TV-Spot-Produktion erklärt den Ablauf, die Agentur-Briefing Vorlage hilft bei der Beauftragung.
Quellen
- The Drum: World’s best ads ever #42, Sony Bravia
- PetaPixel: 250,000 bouncy balls through San Francisco
- shots: The Sony spot that got you by the balls
Dieser Beitrag nennt nur Angaben, die wir aus den unten verlinkten Quellen belegen können. Der Abschnitt „Was Marken daraus mitnehmen“ ist unsere eigene Einordnung.
